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––––––––Gedanken zum Burnout –––––––––––
– Tipps zur Erhaltung der seelischen Gesundheit
Das Thema der diesjährigen Gesundheitswoche im BKA war dem Thema Burnout gewidmet und das auf vielfachen Wunsch der Beschäftigten. Es ist leider kein Einzelfall mehr in Deutschland, dass es zur Diagnose „Burnout“ kommt. Doch halt, aus rein medizinischer Sicht ist es keine eigenständige Diagnose, vielmehr eine Variante der Depression. Als eigenständiger Begriff ist Burnout aber in der Gesellschaft schon längst akzeptiert. Er steht für eine besondere Form der Überarbeitung in unserer auf Leistung orientierten Gesellschaft. Die Symptome beim Burnout können u. a. sein Schlaflosigkeit, Depression und Suchtverhalten.
Jedes Ding hat zwei Seiten, so sagt ein Sprichwort. Nehmen wir Burnout einmal wörtlich, so heißt es „ausgebrannt“. Das im Vortrag passende Bild dazu war die leere Batterie. Auch eine Batterie hat zwei Seiten, man sagt hier Pole, sonst funktioniert sie nicht. Und der Mensch? Auch wir haben zwei Pole, bewegen uns unter normalen Bedingungen immer zwischen diesen beiden Bereichen oder Gegensätzen und laden uns somit quasi wieder auf. Der gesunde Mensch ist im dynamischen Gleichgewicht, d.h. die Gegensätze gleichen sich im Idealfall immer wieder aus.
Was sind das aber nun für Gegensätze? Da gibt es z. B. den Tag und die Nacht, das Wachen und den Schlaf, das Bewusste und das Unbewusste, das Leben und den Tod, das Gute und das Böse, den Intellekt und das Gefühl, das Rationale und das Irrationale, das Einatmen und das Ausatmen, die Anspannung und die Entspannung, das Aktive und das Passive usw. Die Chinesen nennen es Yin und Yang, die zusammen ein Ganzes bilden.
In unserer heutigen Gesellschaft werden diese „zwei Seiten der Medaille“ nicht mehr als gleichwertig gesehen, sie sind nicht mehr ausgewogen in unserem Leben vertreten. Wir sind mehr die Aktiven, wir sind stolz auf unser Können und Tun, wir identifizieren uns mit unserem Intellekt und üben lieber Kontrolle aus. Da fällt es dann schwer, Hingabe, Vertrauen und Loslassen zu praktizieren. Doch das gehört unbedingt mit zu unserem Leben, zu unserem Ganzsein oder Heilsein. Nur so finden wir z. B. in den Schlaf, indem wir das Denken loslassen und darauf vertrauen, dass es geschieht, dass wir in den „Schlafmodus“ sinken. Doch wenn wir den nervlichen Bogen überspannt haben, finden wir nicht wie sonst auf natürlichem Wege in den Schlaf, den wir dann verzweifelt herbeisehnen. Hier spüren wir selbst, wie nötig wir ihn haben und wie gut er uns tut. Er führt uns jedesmal an eine Schwelle und geleitet uns in die Nacht- und Schattenbereiche unserer Seele, lässt uns im Traum das nicht Gelebte leben und bringt uns wieder ins Gleichgewicht.
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